Alexandra Okatova und ihre Porzellanmärchenhelden! Alexandra Okatova und ihre Porzellanmärchenhelden!

Alexandra Okatova modelliert Puppen aus Porzellan seit dem Jahre 2002. Ihre Puppen berichten von Liebe, Zärtlichkeit, Trauer, Einsamkeit.. also von Gefühlen, die man nicht in Worte fassen kann. Heute kann man sich keine einzige bedeutende internationale Puppenausstellung ohne ihre Präsenz vorstellen. Nach ihrer Teilnahme am internationalen Puppensalon in Moskau hat sie uns interessante Dinge von sich und ihrer Arbeit erzählt!

"Die Kammerfrau"
"Die Kammerfrau"

Vom Beruf her ist Alexandra Okatova Kartographin, wo sie auch als Redakteurin gearbeitet hat.  Im Jahre 2002 schloss sie eine Ausbildung als Puppendesignerin ab. Schon am Ende des Kurses über Modellierung von Porzellanpuppen erhielt sie eine goldene Auszeichnung für ihre ersten Erfolge. Danach bildete sie sich beim Bildhauer Aleksej Spakowskij weiter. Heute stellt Alexandra ihre eigenen Porzellanpuppen her.

Für die Kleider der Puppen verwendet Alexandra Seide, Samt, Perlen und Gold. Für die Präsentation wählt sie kunstvolle Gegenstände, z.B eine Sternenkarte, ein Gemälde, eine Sanduhr....

Alexandra hat sich bereit erklärt, uns über ihre Leidenschaften in einem Interview zu erzählen.

Colliii.com: Alexandra, bitte erzählen Sie etwas über sich.

Alexandra: Soweit ich zurückdenken kann, haben mich Märchenfiguren begeistert. In meiner Kindheit lebte ich in einer Märchenwelt. Ich besitze eine antike Ausgabe der Märchen der Gebrüder Grimm von 1949 mit wunderschönen Illustrationen. Schon damals habe ich gerne Märchenfiguren gezeichnet. Natürlich gilt meine Liebe auch philosophischen Märchen von Christian Pineau und natürlich Hans Christian Andersen. Ich identifiziere mich mit seiner Figut der Meerjungfrau, die ihre Liebe nicht mit Worten ausdrücken kann. 

Colliii.com: Warum haben Sie sich Puppen aus Porzellan gewidmet und nicht Puppen aus einem anderen Material?

Alexandra: Porzellan ist das zarteste, sauberste Material, das fast ewig hält. Daraus gelingen keine häßlichen Puppen! Nicht umsonst vergleicht man das Gesicht einer schönen Frau mit dem einer Porzellanpuppe. Manche sagen, dass meine Puppen sehr lebendige Gesichter haben.

Colliii.com: Hatten Sie am Anfang Schwierigkeiten, oder hat von Anfang an alles so geklappt, wie Sie sich das vorgestellt haben?

Alexandra:  Ich weiß nicht warum, aber ich wusste von Anfang an, dass Porzellanpuppen meine Leidenschaft waren. Von Anfang an gewann ich Preise. Dafür bin ich meinem Lehrer Aleksej Spakov sehr dankbar. In dem Jahr, als ich mit der Herstellung meiner Puppen angefangen habe, wurde eine Enzyklopedie über Künstlerpuppen mit einem Artikel über mich veröffentlicht. Auf dem 5 internationalen Puppensalon bekam ich die Auszeichnung "Perle des Salons".

Colliii.com: Das sind ja wundervolle Verdienste! Erzälen Sie uns bitte etwas vom Prozess der Puppenherstellung.

Alexandra: Ich arbeite sehr lange an jeder Idee und überlege mir, welichen Gedanken ich mit der Puppe rüberbringen möchte. Erst einmal forme ich ein Modell aus Knete. Ich arbeite so lange daran, bis dieses Modell mir gefällt. Da Porzellan ewig hält, möchte  ich, dass das Ergebnis  immer schön anzusehen ist. Auf der Grundlage des Modells aus Knete erstelle ich eine Gipsfigur. Das rohe Porzellan wird dann in diese Form gegossen und im Ofen gebrannt. Den fertigen Porzellankopf, die Arme und Beine setze ich auf ein "Skellett" aus Kupferdraht. Die weichen Teile des Körpers nähe ich aus Stoff und fülle sie mit Schaumstoff. 

Colliii.com: Wo holen Sie sich Ihre Inspiration?

Alexandra: Meine Arbeit macht mir sehr viel Freude. Unabhängig davon, was die Leute davon halten, versuche ich meine Gefühle durch meine Puppen auszudrücken. Aber es ist erstaunlich, dass die Menschen meine Puppen verstehen. Allein das inspiriert mich. Die Kleider für meine Puppen nähe ich per Hand. Ich benutze keine Nähmaschine, weil ich denke, dass nur auf diese Weise etwas Einzigariges entstehen kann. Die harte Arbeit sieht man jeder Puppe an und verleiht ihr eine gewisse Energie. Ich nähe auch alle Perlen und die antike handgemache Spitze aus meiner Kollekeion selbst an. Wenn das Kunstwerk insgesamt dann die Menschen erfreut, rührt mich das zu Tränen. 

Colliii.com: Wo kann man Ihre Arbeiten erwerben?

Alexandra: Bei Interesse kann man mich über meine Emailadresse erreichen: aokatova@mail.ru

Colliii.com: Geben sie auch Unterricht im Puppenmodellieren oder der Herstellung von Porzellanpuppen?

Alexandra: Nein, dafür müsste ich lernen, so zu denken, wie meine Schüler. Mein Kopf ist jedoch so voll von eigenen unerfüllten Ideen. Jedoch habe ich schon ich einen Bericht mit meinen Erfahrungen in einer großen Puppenzeitschrift veröffentlicht.

Colliii.com: Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Alexandra: Ich lese gerne und denke mir neue Gestalten aus.

Colliii.com: Nehmen Sie oft an Ausstellungen teil?

Alexandra: Ich nehme an Ausstellungen wie "Dolltime" in Sankt Petersburg, dem internationalen "Puppensalon" in Moskau, an der Ausstellung "Mosfair" oder "Tradition und Moderne" teil. 

Colliii.com: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Alexandra: Ich möchte Puppen herstellen, bei deren Anblick die Menschen weinen.

Colliii.com: Wir sind sicher, dass Ihnen dies gelingen wird. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für das Interview!

 

 

 

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